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Das Ziel der Mystik, die Erfahrung des Nondualen
Solange die Welle sagt, ich bin der Ozean,
ist das eine erste Erfahrung.
Ich bin das auch.
Aber erst wenn der Ozean erkennt,
ich bin die Welle,
ich bin alle diese Wellen,
dann ist es eine wirklich mystische Erfahrung.
Dann ist das Nonduale erreicht.
Das Ich wird erkannt als ein sekundärer Organismus,
den ich brauche für mein Menschsein,
der aber keine Permanenz hat."
Willigis Jäger
Einheit des Seins
Im Zentrum der mystischen Erfahrung
steht das Bewusstwerden der Einheit
mit allen lebenden Wesen.
Das bedeutet auch, dass ich das Leid
des anderen als mein Leid erlebe
und ebenso seine Freude als meine Freude.
Wenn ich diese Erfahrung mache,
wird sich mein soziales Verhalten ändern.
Willigis Jäger
Was mystische Erfahrung ihrem Wesen nach ist
Mystik hat einen Beigeschmack von Exotik, von
Geheimnis und elitärer Heimlichkeit.
Genau das aber ist Mystik nicht.
Mystik ist nichts anderes als die Realisation
der Wirklichkeit.
Die Wirklichkeit, die wir für die Wirklichkeit
halten, ist nicht die wirkliche Wirklichkeit."
Willigis Jäger
"Wir sind nicht
materielle Körper, die Geist haben, sondern wir sind Geist, der sich in uns eine materielle Struktur geschaffen hat. wir sind göttliches
Leben, das sich in uns
inkarniert hat." Willigis Jäger
(aus seinem Buch "Das Leben ist Religion")
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Wer Gott
wahrhaftig liebt,
der liebt seinen Mitmenschen, wie sich selbst.
Wer Gott mehr liebt als seinen Nächsten,
der liebt ihn noch nicht auf vollkommene Weise.
Meister Eckhart
Das Auge, in dem ich Gott sehe,
das ist dasselbe Auge,
darin mich Gott sieht;
mein Auge und Gottes Auge
das ist ein Auge
und ein Sehen
und ein Erkennen
und ein Lieben.
Meister Eckhart
Der andere Mensch der
in uns steckt,
das ist der innere
Mensch;
den heißt die Schrift
einen neuen Menschen ,
einen Freund und
einen edlen Menschen.
Meister Eckhart
Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen
Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen
Er ist nicht ferner als vor der Tür des Herzens.
Da steht er und harrt und wartet,
wen er bereit finde,
der ihm auftue und ihn einlasse.
Du brauchst ihn nicht von weit her herbeizurufen;
Er kann es nicht weniger erwarten als du,
dass du ihm auftust.
Es ist ein Zeitpunkt:
Das Auftun und das Eingehen.
Wo und wann Gott dich bereit findet,
so muss er wirken und sich in dich ergießen;
in gleicher Weise,
wie wenn die Luft klar und rein ist,
die Sonne sich ergießen muss
und sich nicht zurückhalten kann.
Es wäre sicherlich ein sehr großer Mangel an Gott,
würde er nicht große Werke in dir wirken
und großes Gut in dich eingießen,
wenn er Dich so ledig und frei findet.
Es ist ein Augenblick:
Das Bereitsein und das Eingießen.
Meister Eckhart
Liebe
Ist das einzige, was wächst, wenn wir sie verschenken.
Pflicht ohne Liebe macht verdriesslich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.
Klugheit ohne Liebe macht gerissen.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht gewalttätig.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Wirklich:
Ohne die Liebe ist alles in der Welt verkehrt.
Erst die Liebe macht alles gut.
Pythagoras (582 – 497 v. Chr.)
Wenn man von den Formen absieht und den Sachen auf den Grund geht, wird man finden, dass
Shakyamuni
und Meister Eckhart das selbe lehren"
Artur Schopenhauer
(gemeint
ist Shakyamuni Buddha)
Das Wahre und
Echte würde in der Welt leichter an Raum gewinnen,
wenn nicht die, welche unfähig sind, es hervorzubringen,
zugleich verschworen wären, es nicht aufkommen zu lassen.
Schopenhauer
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Katharina Shepherd
www.tuschmalerei.ch |
Ginkgo biloba
Dieses Baums Blatt, der von Osten
meinem Gerten anvertraut,
gibt geheimen Sinn zu kosten
wie´s den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
das sich in
sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
dass
man sie als eines kennt?
Solche Frage zu erwidern
fand ich wohl den rechten Sinn;
fühlst du nicht an meinen Liedern,
dass ich eins und doppelt bin?
Johann Wolfgang von Goethe
1815 |
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Wenn der Mensch in der Übung der inneren
Einkehr steht
Wenn der Mensch in der Übung der inneren
Einkehr steht,
hat das menschliche Ich für sich selbst
nichts
Das Ich hätte gern etwas
und es wüßte gern etwas
und es wollte gern etwas
Bis dieses dreifache "Etwas" in ihm
stirbt,
kommt es dem Menschen gar sauer an.
das geht nicht an einem Tag
und auch nicht in kurzer Zeit.
Man muß dabei aushalten,
dann wird es zuletzt leicht und lustvoll.
Johannes Tauler
Der Mensch lasse die Bilder der Dinge
Der Mensch lasse die Bilder der Dinge
ganz und gar fahren
und mache und halte seinen Tempel leer
Denn wäre der Tempel entleert,
und wären die Fantasien,
die den Tempel besetzt halten, draußen,
so könntest du ein Gotteshaus werden,
und nicht eher, was du auch tust.
Und so hättest du den Frieden deines
Herzens und Freude,
und dich störte nichts mehr von dem,
was dich jetzt ständig stört,
dich bedrückt und dich leiden läßt.
Johannes Tauler
Halt an, wo läufst du hin?
Der Himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo,
du fehlst ihn für und für.
Angelus Silesius |
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Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.
Klugheit ohne Liebe macht gerissen.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht gewalttätig.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.
Lao Tse
Wenn der Weise das Nicht - Tun lehrt,
lehrt er nicht das Nichts - Tun.
Er lehrt das Nicht - Tun des Nichtigen.
Lao Tse
„Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Antoine de Saint-Exupery
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Es gibt nur eine Religion-
Die Religion der Liebe.
Es gibt nur eine Rasse-
Die Rasse der Menschheit.
Es gibt nur eine Sprache-
Die Sprache des Herzens.
Es gibt nur einen Gott-
Er ist allgegenwärtig !
Sai Baba
Das Ziel des Lebens besteht darin, intensiv zu leben,
voll geboren zu werden und voll wach zu sein;
von den Ideen eines infantilen Allmachtgefühls loszukommen
und zur Erkenntnis seiner wirklichen,
wenn gleich begrenzten Kraft zu gelangen;
fähig zu werden, zu akzeptieren, dass ein jeder von uns
zugleich das Allerwichtigste auf der Welt
und doch nicht wichtiger als eine Fliege oder ein Grashalm ist;
fähig zu sein, das Leben zu lieben
und trotzdem den Tod furchtlos zu akzeptieren;
die Ungewissheit über die wichtigsten Fragen,
mit denen das Leben uns konfrontiert, hinzunehmen
und trotzdem an unser Denken und Fühlen,
soweit es wirklich ein Stück von uns selbst ist, zu glauben;
allein sein zu können und gleichzeitig mit den geliebten Menschen,
mit jedem Mitmenschen auf Erden,
mit allem Lebendigen eins sein zu können.
Erich Fromm
Was ist Zen - was ist Mystik
Als der evangelische Theologieprofessor Michael von Brück, der gleichzeitig auch Yoga- und Zen-Lehrer ist, einen Vortrag über Zen halten wollte, bemerkten ihn die Anwesenden nicht.
Sie waren alle zu sehr in ihre eigenen Gespräche vertieft.
Dann stieß jemand versehentlich eine Vase um und schlagartig verstummten alle im Raum.
Nun nahmen sie auch wahr, dass der Redner bereits anwesend war und in der Stille waren auch die Glocken zu hören, die im Hintergrund schon eine Weile klangen, für die aber bisher weder die entsprechende Ruhe noch Aufmerksamkeit gegeben war.
So war für ihn ein ideales Beispiel gegeben, um ohne große Worte zu verdeutlichen, was Zen ist.
Es ist eine Lebensform, ein spiritueller Weg, auf dem man lernt von dem anscheinend so wichtigem Vordergründigen, von den Geschehnissen der
Vergangenheit und möglichen Zukunft loszulassen, um das Wesentliche, was im Moment geschieht und im Hintergrund immer gegenwärtig ist und alles durchdringt, zu erfahren.
Das klingt sehr einfach und ist im Grunde auch nicht kompliziert, aber dennoch gar nicht leicht, besonders für uns im westlichen Kulturraum lebenden Menschen.
Wir sind geprägt durch eine andere Lebensform und eingebunden in ein Massenbewusstsein, welches uns die Ausbildung unseres rationalen Verstand als das Wesentliche suggeriert.
Doch dieser Hintergrund, das alles Durchdringende, welches auch als Nichts und Fülle zugleich beschrieben wird und wofür unsere Worte nicht ausreichen, umfasst alles und ist nicht an Raum und Zeit gebunden.
Es gibt spirituelle Wege, wie z.B. Zen, Yoga, den Sufiweg, die Kabbala und den Weg der Mystik, die es einem ermöglichen über verschiedene Zwischenstufen bis in diesen kosmischen Bewusstseinsraum vorzudringen. Unser rationaler Verstand ist dabei eher ein Hindernis, als eine Hilfe.
Wenn man in diesen Raum eindringt, erfährt man, dass es keine Trennung gibt, sondern alles eins ist.
nacherzählt von
Dagmar Maria Jendricke
Stichwort - Mystik
Mystik ist die in vielen Religionen vertretene Auffassung, dass es eine erfahrbare Verbindung mit Gott geben kann. Diese Nähe kann auch als Einswerden mit Gott erlebt werden. Häufig dienen dazu spirituelle Praktiken wie Meditation, Kontemplation und Askese.
Wunderbare Weisheit Herr, Du weißt, dass
ich von Tag zu Tag älter werde – und eines Tages alt. Bewahre mich vor dem
Drang, bei jeder Gelegenheit etwas sagen zu müssen . Erlöse mich von der
großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre
mich, nachdenklich und hilfreich, aber nicht beherrschend zu sein.
Mein umfangreiches
Wissen sollte eigentlich nicht brachliegen, sondern weitergegeben werden.
Aber du verstehst, Herr, dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.
Bewahre mich davor, endlos Einzelheiten aufzuzählen ohne auf den Kern der
Sache zu kommen. Lehre mich schweigen
über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu, und die Lust, sie zu
beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr. Ich erflehe nicht die Gabe,
Krankheitsschilderungen anderer mit Genuss zu lauschen. Aber lehre mich,
sie wenigstens geduldig zu ertragen.
Lehre mich die
wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert
wie möglich. Ich möchte kein Griesgram sein, aber auch keine Heilige, denn
mit denen lebt es sich so schwer.
nach
Theresa von Avila
"Ich kann immer noch zu
Gott beten, ich kann immer noch zu einem Gegenüber beten und auf dem
kontemplativen Weg ist das nicht ausgeschlossen, dass ich Fürbitten mache,
dass ich an einem Gottesdienst teilnehme, dass ich Rituale feiere, dass ist
überhaupt kein Problem, aber eine tiefe mystische Erfahrung verweist auf
Einheit. Selbst eine Theresa vergleicht diese letzte Erfahrung
zunächst einmal mit zwei Kerzen, die ich zusammenhalte, dann werden sie zu
einer Flamme. Ich kann sie wieder auseinander nehmen, aber das ist vorläufig,
sagt sie. Die eigentliche mystische Erfahrung ist, wie wenn ein Regentropfen
ins Meer fällt. Ich kann das Wasser nicht mehr unterscheiden und dann gibt
es kein Du mehr, dann sagt der Regentropfen nicht mehr Du zu mir, sondern da
ist diese Urerfahrung des Einen und das ist der Zielpunkt aller Mystik, sei
sie aus dem Osten oder aus dem Westen."
sagt Willigis Jäger in dem
Fernsehfilm,
„Der Auszug des Willigis Jäger – Ein Mönch geht seinen Weg“
von Jörg Röttger, gesendet im März 2004 in der Reihe „Stationen“ des Bayrischen
Rundfunk.
Das
Bewusstsein ist die Grundlage des Seins. Ohne eine globale Revolution des
Bewusstseins wird sich nichts in der Welt des menschlichen Seins verbessern.
Vaclav Havel
Lied der Jahre......
Wer bin ich und wie halte ich die Jahre
Die glühn verflackern, sinken wie der Mohn ?...
Ich bin, ich atme eines: Mund und Flöte.
Ich spiele mir ein Lied; ich bin das Lied.
Ich bin der Hauch, der durch die Höhlung zieht,
der Spieler und das Spiel, der Leib der Flöte,
der Flöte Lied.
Was frag ich nach dem Lied verschollner Jahre...
Ich bin. Ich atme. Hör ich nicht den Ton ?
Hell schwebt die Wolke. Leuchtend brennt der Mohn.
Die Flöte harrt. Laß singen deine Jahre.
Ich hör sie schon.
Rudolf Hagelstange
Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost was kommen mag, Gott ist mit uns am
Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
.... Dietrich Bonhoeffer
Unsere Kirche ist unfähig, Träger des
versöhnenden und erlösenden Wortes für die Menschen und
die Welt zu sein.
Der Tag wird kommen, an dem wieder
Menschen berufen werden, das Wort Gottes auszusprechen, dass
sich die Welt darunter verändert und erneuert.
In der Mitte, nicht an den Grenzen,
und schon im Leben, nicht erst im Leiden, und in Gesundheit,
und nicht erst in der Sünde, will Gott erkannt werden.
Dietrich Bonhoeffer
(siehe
auch Bücher Seite 5)
Alles wird wieder groß sein und gewaltig....
und keine Kirchen, welche Gott umklammern
wie einen Flüchtling und ihn dann bejammern
wie ein gefangenes und wundes Tier...."
Rainer Maria Rilke
In seinem Buch "Das Leben endet nie" schreibt Willigis Jäger: "Manche
religiösen Gruppierungen versuchen ihre Ansichten als die allein richtigen
hinzustellen. Von ihnen sagt Idris Shah:
"Bis Schule und Minarett zerbröckeln,
wird dies unser heiliges Werk
nicht vollendet sei. Bis Glaube zur
Verwerfung, Verwerfung zu Glaube wird, gibt es keinen wahren Muslim"
Eduard Baltzer
schreibt in "Was ist Religion?"
"Gerade so hatte Jesus zu seiner Zeit auch keine fertige Religion, sondern jedes Wort war ihm Bekenntnis, jeder Gedanke sein Glaube, jede Tat seine Religion, und von der versteinerten Religion, dem Tempel sagte er: ich will ihn zerstören und aufbauen in dreien Tagen, herrlicher denn zuvor."
Damit das Mögliche entsteht
muss immer wieder das
Unmögliche versucht werden
Hermann Hesse
Eure Zukunft ist nicht
dies oder das
ist nicht Geld
oder Macht
ist nicht Weisheit
oder Gewerbeglück
eure Zukunft und euer
schwerer und gefährlicher
Weg ist dieser:
Reif zu werden !
Hermann Hesse
Ich habe die ganze Welt
Auf der Suche nach Gott durchwandert
und ihn nirgendwo gefunden.
Als ich wieder nach Hause kam,
sah ich ihn an der Türe meines Herzens stehen,
und er sprach:
Hier warte ich auf Dich seit Ewigkeiten".
Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen.
Rumi
Was die Raupe Ende der Welt nennt,
nennt der Rest der Welt Schmetterling
Lao
Tse
Wer andere erkennt ist gelehrt.
Wer sich selbst erkennt ist weise.
Lao Tse
"Der Weise sucht, was in ihm ist, der Tor, was
außerhalb."
Konfuzius
Wir sind alle bestimmt zu leuchten
Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht,
dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer bin ich,
mich brilliant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen ?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen ?
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes,
der in uns ist, zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.
Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart automatisch andere.
Nelson Mandela
Finsternis kann keine Finsternis
vertreiben.
Das gelingt nur dem Licht.
Martin Luther King
Wir müssen lernen, entweder als
Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen.
Martin Luther King
Der Bergsteiger
Reinhold Messner beginnt sein Buch „Berge versetzen“ mit dem Spruch: „Die Berge, die es zu versetzen gilt, sind in unserem Bewusstsein“.
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Unsere
Mutter Erde "Gaia
(im Herbst)"

Tatjana Schkarina /
St. Petersburg
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Schliesslich erlaubt uns die
Vorstellung, dass die Erde selbst ein Gedächtnis hat, zu sehen, dass auch
Orte auf der Erde ein Gedächtnis haben können, das, was man traditionell als
Geist des Ortes oder genius loci bezeichnet hat.
Rupert Sheldrake
Plädoyer, welches der
Indianerhäuptling Seattle im vorigen Jahrhundert als Antwort auf die Forderungen der amerikanischen Regierung hielt: (Auszug) „Wir sind ein Teil der Erde und sie ist ein Teil von uns. Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern; der Hirsch, das Pferd, der Adler das sind unsere Brüder. Die felsigen Berggipfel, die saftigen Wiesen, die Ponys und der Mensch, sie alle gehören der gleichen Familie an. Wir wissen, dass der weiße Mann unsere Lebensweise nicht versteht. Der eine Teil des Landes ist ihm gleich, er ist wie ein Fremder, der in der Nacht erscheint und dem Lande das nimmt, was er braucht. Die Erde ist nicht sein Bruder, sondern sein Feind.
Das eine wissen wir: Unser Gott ist der gleiche. Diese Erde ist Ihm kostbar. Das wissen wir: Die Erde gehört nicht dem Menschen, der Mensch gehört zur Erde. Dies wissen wir: Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was immer der Erde geschieht, geschieht mit den Söhnen der Erde. Was immer der Mensch den Tieren antut, tut er sich selbst an. Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht selbst gewoben, er ist lediglich ein Faden darin. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selber an.“
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Aufruf der Hopi An meine Gefährten,
die mit mir schwimmen.
Da ist ein Fluss, der fließt jetzt sehr
schnell. Er ist
so mächtig und
reißend, dass einige Angst
haben werden. Sie werden versuchen,
sich am Ufer festzuhalten und werden fühlen,
dass sie zerrissen werden. Und sie werden
beträchtlich leiden.
Wisse, dass der Fluss
seine Bestimmung hat. Die Ältesten sagen, wir müssen vom Ufer
loslassen und in die Mitte des
Flusses stoßen, unsere Augen offen
halten und unsere Köpfe über
dem Wasser.
Und sie sagen,
Schaue wer da mit dir
ist und feiere. In dieser Zeit der
Geschichte dürfen wir nichts
persönlich nehmen, am allerwenigsten uns
selbst. Denn in dem Moment, wo
wir dies tun, kommt unser inneres
Wachstum und unsere Reise zum
Stillstand.
Die Zeit des einsamen
Wolfes ist vorbei. Kommt zusammen,
verbannt das Wort "Mühsal" aus eurer Haltung und
eurem Vokabular. Alles, was wir jetzt
tun, muss auf eine heilige
Art und Weise
getan werden und im
Feiern.
Wir sind die, auf die
wir gewartet haben.
Hör auf die leise
Stimme in der Tiefe,
sie spricht zu dir bei Tag und in der Nacht
Und ob sie dich oft auch vergeblich riefe,
sie ruft und ruft bis endlich Du erwacht:
Es rauscht ein Strom
in dir, gespeist aus Quellen,
die ferner sind, als Du erahnen magst.
Es trägt der Strom dein Herz auf seinen Wellen,
Du aber weißt es nicht und bangst und fragst.
Woher die Kraft, die dich durchs Dasein führet,
woher der Mut, noch immer fest zu stehen,
wenn alles um Dich wankt? Bis Du gespüret:
Dich trägt der Strom, Du kannst nicht untergehen.
Es trägt der Strom
Dich hin durch viele Leben
und zeigt Dir Bilder, die vorübergehen,
nur was Du sehen sollst, wird Dir gegeben,
sieh an die Bilder, doch bleib niemals stehen.
Hängst Du an Ufern,
wirst Du bald zerschellen,
vertrau dem Strom, Deinem Leben und Geschick.
Er trägt Dich sicher hin auf seinen Wellen,
er trägt Dich einst ins Vaterhaus zurück:
Ephides
Das Vermächtnis
Erlösung kommt von innen, nicht von außen,
und wird erworben nur und nicht geschenkt.
Sie ist die Kraft des Inneren, die von draußen
rückstrahlend Deines Schicksals Ströme lenkt.
Was fürchtest Du? Es kann Dir nur begegnen,
was Dir gemäß und was Dir dienlich ist.
Ich weiß den Tag, da Du
Dein Leid wirst segnen,
das Dich gelehrt, zu werden, was Du bist.
Ephides |
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Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen
Wir steigen in dieselben Flüsse und tun
es doch nicht.
Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.
Alles fließt, nichts ruht.
Alles vergeht, nichts dauert.
Kaltes wird warm, Warmes wird kalt.
Feuchtes trocknet und Trockenes wird
feucht.
Durch Krankheit wird Gesundheit schön;
Durch das Schlechte wird das Gute gut;
Durch Hunger, Sättigung;
Durch Mühe: Schlaf.
Lebendig oder tot sein,
Schlafend oder wach, jung oder alt -
alles ist eins.
Das eine schlägt jeweils ins andere um,
Und umgekehrt -
Mit einer schnellen, unverhofften
Wendung.
Erst werden die Dinge auseinander gesprengt,
Dann werden sie wieder zusammengefügt.
Alles kommt zu seiner Zeit.
Heraklit
"Die verborgene Harmonie ist mächtiger
als die offensichtliche".
Heraklit
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Was
es ist es
ist Unsinn sagt
die Vernunft
Es
ist was es ist sagt
die Liebe
Es
ist Unglück
sagt
die Berechnung
Es
ist nichts als Schmerz
sagt
die Angst
Es
ist aussichtslos
sagt
die Einsicht
Es
ist was es ist sagt
die Liebe
Es
ist lächerlich sagt
der Stolz
Es
ist leichtsinnig sagt
die Vorsicht
Es
ist unmöglich
sagt
die Erfahrung
Es
ist was es ist
sagt
die Liebe Erich
Fried
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Wer
Schmetterlinge lachen hört
Wer
Schmetterlinge lachen hört,
der weiß
wie Wolken schmecken.
Der wird
im Mondschein ungestört von Furcht,
die
Nacht entdecken. Der wird
zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier
zum Narr, zum Weisen,
und kann
in einer Stunde
durchs
ganze Weltall reisen.
Der weiß,
dass er nichts weiß,
wie alle
anderen auch nichts wissen,nur weiß
er, was die anderen und
auch er
selbst noch lernen müssen.
Wer in
sich fremde Ufer spürt
und Mut
hat, sich zu recken,
der wird
allmählich ungestört
von
Furcht sich selbst entdecken.
Abwärts
zu den Gipfeln
seiner
selbst bricht er hinauf,
den Kampf
mit seiner Unterwelt
nimmt er
gelassen auf.
Wer
Schmetterlinge lachen hört,
der weiß
wie Wolken schmecken,
der wird
im Mondschein, ungestört
von
Furcht, die Nacht entdecken.
Wer mit
sich selbst in Frieden lebt,
der wird
genauso sterben
und ist
selbst dann lebendiger
als alle
seine Erben.
Novalis
Wir sind auf einer Mission:
zur Bildung der Erde sind wir berufen.
Novalis
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Der Weg
nach Hause
Ich trat
ein und wußt nicht wo und blieb auch ohne Wissen, alles Wissen
übersteigend.
Wo ich
eintrat wußt ich nicht. Doch als ich mich dort gewahrte, ohne
Kenntnis
meiner Bleibe, hörte ich von großen Dingen. Was ich hörte,
Frieden
war´s mit Gott und Welt, wovon ich zutiefst erfuhr ganz allein in
meinem
Herzen. Klar ward mir der rechte Weg. Alles war so voll Geheimnis, dass ich nur stammeln konnte, alles Wissen übersteigend.
Jeder,
der dorthin gelangt, wird ganz irre an sich selbst. Alles, was er vorher
wusste scheint ihm jetzt verschwindend klein. Und sein Wissen
wächst so
sehr, dass er ohne Wissen bleibet, alles Wissen übersteigend. Dieses
Wissen, dass nicht weiß, ist von großer Mächtigkeit, und die Weisen
können
nie, denkend sich´s zu eigen machen. All ihr Wissen reicht nicht
hin,
nicht verstehend zu verstehen, alles Wissen übersteigend.
Jenes
allerhöchste Wissen ist so überhoch erhaben, dass kein Können und
kein
Wissen jemals es begreifen kann; nur wer selber sich besiegte durch
ein
Wissen, das nicht weiss, wird´s für immer übersteigen.
Doch wer
hören will, der höre: Dieses allerhöchste Wissen ist Empfinden
hoch
erhaben Gottes eig´ner Wesenheit, dies wirkt in ihrer Güte und lässt
nicht
verstehend bleiben, alles Wissen übersteigend.
Johannes
von Kreuz
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Einen
Menschen lieben
heißt,
ihn so sehen,
wie Gott
ihn gemeint hat.
Fjodor
Michajlowitsch
Dostojewski
Die wichtigste
Stunde in unserem Leben ist immer der gegenwärtige Augenblick;
der bedeutsamste Mensch in unserem Leben ist immer der, der uns gerade
gegenüber steht;
das notwendigste Werk in unserem Leben ist stets die Liebe.
Loe Tolstoi
Aber der
Weise findet niemanden schuldig,
weder sich, noch andere.
Epiklet
Jedem tiefen
Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls nahe
liegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, dass die ungemein feinen
Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum erstenmal gedacht werden. Im
unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft.
–
Die gängige Vorstellung, ich sei Atheist, beruht auf einem grossen Irrtum.
Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum
begriffen.
Albert Einstein
Der erste Schluck aus dem Becher der
Natur führt zum Atheismus,
aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.
Werner Heisenberg
Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Deine Taten.
Achte auf Deine Taten,
denn sie werden Deine Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal!
aus dem Talmud
Durchbruch Ich atme Energie- das ist mein
Gewinn, dabei wird mir bewusst, wie stark ich bin. Energie und Kraft, Gottes Macht alles ist in mir - bin dankbar dafür.
Ich gehe in die Kraft, zeige meine Stärke freudvoll tu ich Gottes Werke.
Der Durchbruch ist geschafft, ich steh im
Licht - die Quelle hält was Sie verspricht.
Horst Lischke |
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Liebe die ganze Menschheit.
Hilf allen Lebewesen.
Sei glücklich. Sei höflich.
Sei eine Quelle unerschöpflicher Freude.
Erkenne Gott und das Gute in jedem Gesicht.
Kein Heiliger ist ohne Vergangenheit,
keine Sünder ohne Zukunft.
Sprich Gutes über jeden.
Kannst Du für jemanden kein Lob finden,
so lasse ihn aus Deinem Leben gehen.
Sei originell. Sei erfinderisch.
Sei mutig. Schöpfe Mut immer und immer wieder.
Ahme nicht nach. Sei stark. Sei aufrichtig.
Stütze Dich nicht auf die Krücken anderer.
Denke mit Deinem eigenen Kopf. Sei Du selbst.
Alle Vollkommenheit und Tugend Gottes
sind in Dir verborgen offenbare sie.
Auch Weisheit ist bereits in Dir
schenke sie der Welt:
Lasse zu, dass die Gnade Gottes Dich freimacht.
Lasse Dein Leben das einer Rose sein
schweigend spricht sie die Sprache des Duftes."
Der Weg zur Gelassenheit, zu Mut und
Weisheit.
Herr, gib mir die
Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Gebet - Oettinger |
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... und wenn ich wüsste, das morgen die Welt in tausend Stücke zerbräche,
ich würde heute noch einen Baum pflanzen.
Martin Luther |
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Die größte
Entscheidung Deines Lebens liegt darin, daß Du Dein Leben ändern kannst,
indem Du Deine Geisteshaltung änderst.
Albert Schweitzer |
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Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben -
das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf liegt alle Wirklichkeit
und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens,
die Herrlichkeit der Kraft.
Denn das Gestern
ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch - recht gelebt -
macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück
und das Morgen
zu einer Vision voller Hoffnung.
Darum achte gut auf diesen Tag.
aus dem Sanskrit |
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Höhlengleichnis
Menschen sind ihr Leben lang in einer Höhle gefesselt
und können voneinander und von Dingen, die hinter ihnen vorüber
getragen werden, nur die Schatten sehen.
Diese werden durch ein Feuer hinter
ihnen beleuchtet und verursacht.. Platon meint, dass
diese Menschen dann die Schatten für die Wirklichkeit halten. Würde
man sie losbinden und ihnen die Möglichkeit geben, die Menschen und die
Dinge selbst zu betrachten, würden sie sich dagegen
sträuben, weil dies mit Schmerzen verbunden wäre. Sie müssten
dann nämlich auch in das Feuer sehen und ihr bisheriges
Weltbild als irrig. Noch schmerzlicher wäre es, würde man sie aus der
Höhle herausschleppen und sie nötigen, die Sonne selbst zu sehen. Die Erkenntnis
der Wahrheit sieht er als einen
schmerzlichen Vorgang, der auch
nur langsam von statten gehen kann. Wer diesen Aufstieg aber einmal
vollzogen hat, der wird nicht in die Höhle zurückwollen.
Doch Platon sieht es dennoch als Aufgabe in
die Höhle zurück zu kehren um den Menschen, die noch in der
Höhle sind, die Wahrheit zu vermitteln.
Platon (428-346 v. Chr.),
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Wer nicht stirbt,
Bevor er stirbt,
Der verdirbt,
Eh 'er stirbt. "
Jakob Böhme
(
1575 -
1624 deutscher Mystiker )
Und so lang du das nicht
hast,
Dieses 'Stirb und werde!'
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde. "
Johann Wolfgang von Goethe
(1749
-
1832)
(Aus dem Gedicht" Selige Sehnsucht", Westöstlicher Divan)
Stirb auf deinem Kissen
Zen - Spruch (gemeint ist das Meditationskissen) |
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