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"Kontemplation und Mystik"
erscheint zweimal jährlich
ist eine Zeitschrift zu Praxis und Theorie kontemplativen Lebens.
Sie wird herausgegeben von der „Würzburger Schule der Kontemplation (WSdK)“,
einem Zusammenschluß? Von Kontemplationslehrerinnen und
– Lehrern des
deutschsprachigen Raumes.
Im " Jahrgang 2001 Schwerpunkt: Mystik und Theologie"
schreibt u.a. Zen-Meister Pater Willigis Jäger über die
"Mandorla".
"Willigis Jäger betrachtet
das neue Logo der Zeitschrift, die sich überlappenden zwei Kreise mit
der Mandorla, der gemeinsamen Schnittmenge. Er beschreibt die zwei
Kreise als zwei Aspekte der einen Wirklichkeit, entfaltet von daher die
Zweinaturenlehre Christi und deutet ein neues Gleichgewicht als Folge der
Einheitserfahrung des kontemplativen Weges an. ... Die beiden Kreise
befinden sich sowohl hinter Christusdarstellungen der Romantik wie hinter
manchen Buddhabildern. ... Immer wieder wurde die Mandorla benutzt, um die
zwei Aspekte der Wirklichkeit darzustellen: das Göttliche und das
Menschliche, das Spirituelle und das Materielle, das Himmlische und das
Irdische. ...Ursprünglich lag die Mandorla vertikal: der Kreis, der das
Göttliche bezeichnet, war oben, der Kreis, der das Irdische bezeichnet,
unten. Im Laufe der zeit wurde die Mandorla jedoch in die Horizontale
gedreht. ...Die Mandorla kennzeichnet die Vereinigung der scheinbaren
Gegensätze ... wie Nikolaus von Kues sagte: Coincidentia Oppositorum.
Es ist die bipolare Einheit. Nur unser Ich kennt zwei Seiten der
Wirklichkeit; unser wahres Selbst erlebt sie als Einheit und Harmonie. In
der Mandorla fallen die beiden Aspekte zusammen. Unser menschlicher
Reifungsprozess besteht darin, diese beiden Kreise immer mehr zur Deckung zu
bringen, zur Einheit zu führen. "Nikolaus von Kues schreibt: "Ich habe
den Ort gefunden, in dem man Dich unverhüllt zu finden vermag. er ist
umgeben von dem Zusammenfall der Gegensätze...(Studienausgabe iii. S. 133)"
gekürzt von Dagmar Maria Jendricke
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